Die Pfahlbauten am Überlinger See - Ein Abenteuer in die Vergangenheit
Warum bauten die Menschen ihre Häuser auf Pfählen?
Die Antwort ist ganz einfach: Schutz! Die Häuser wurden auf Holzpfählen gebaut, die tief in den Boden des Bodensees gerammt wurden. So blieben sie sicher vor Hochwasser und wilden Tieren. Die Baumaterialien - Holz, Lehm und Schilfrohr - fanden die Menschen direkt in ihrer Umgebung.
Handel und Austausch
Schon damals war der Bodensee ein wichtiger Knotenpunkt für Handel und Austausch. Die Menschen tauschten Waren wie Salz, Metalle und Keramik mit anderen Siedlungen - oft über große Entfernungen hinweg.
Freilichtmuseum Unteruhldingen
Das Pfahlbautenmuseum in Unteruhldingen bietet authentische Nachbauten einer Pfahlbautensiedlung mit interessanten Führungen und ist ein absoluter Tipp für Interessierte.

Die Entdeckung der Pfahlbauten Krähenhorn
Schon 1899 wurden die Überreste der Siedlung in Konstanz-Litzelstetten entdeckt. Rund 50 Jahre später kartierte der Archäologe H. Schiele den Fundort, und 2003 sowie 2004 untersuchte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg die Fundstelle bei Tauchgängen genauer. Dabei wurden Überreste gefunden, die aus der Zeit zwischen 3833 und 3805 vor Christus stammen - also über 5000 Jahre alt!

Die Fundstelle gehört zur Zeit des späten Jungsteinzeitalters - auch Endneolithikum genannt. In dieser Zeit lebten die Menschen hauptsächlich von Ackerbau und Viehzucht. Gleichzeitig wurden sie immer geschickter darin, Werkzeuge herzustellen und trieben zunehmend über weitere Strecken Handel.
In der Siedlung am Krähenhorn wurden zahlreiche Spuren der Pfyner-Kultur entdeckt. Diese ist bekannt für ihre für die damalige Zeit fortschrittlichen Werkzeuge und Keramikkunst.
Der Förderverein Pfahlbau-Welterbestätte Litzelstetten-Krähenhornengagiert sich für das Bewusstsein und die Aufbereitung der Fundstätte Litzelstetten-Krähenhorn und Pfahlbauten am Bodensee im Allgemeinen.